Ich bin Shantala Schulze

Meine Haltung zu Schwangerschaft, Geburt und die Zeit des Wochenbetts ist mir schon früh in die Wiege gelegt worden. Für mich ist jede schwangere Frau sowie jedes Kind gesund. Nur bei Abweichungen vom Normalen sind Ärzte und strengere Kontrollen von Nöten.

Diese Grundhaltung motivierte mich, im Jahre 2007 eine Ausbildung zur Hebamme zu absolvieren, die ich 2010 erfolgreich beendete.

Als freiberufliche Hebamme habe ich seitdem Geburten im ehemaligen Geburtshaus Friedrichshain und Hausgeburten in Berlin begleitet.

Im Laufe meiner Hebammenarbeit habe ich meine Aus- und Fortbildungen in Aromatherapie, Homöopathie und Schüßlersalzen vertieft und Sicherheit in ihrer Anwendung in der Schwangerschaft, unter der Geburt und im Wochenbett erlangt.

2014 gebar ich meine Tochter zu Hause. Mir ist aber auch klar, dass eine Geburt in den eigenen vier Wänden nicht für jede Frau eine Option ist. Ob zu Hause, im Geburtshaus oder in der Klinik, die Wahl des Geburtsortes bleibt individuell und muss alleine für dich und deinen Partner stimmig sein.

Seit August 2016 wohne ich wieder in Entringen und freue mich Frauen in meiner Heimat zu betreuen.

Zur Zeit bin ich dabei die Hebammenpraxis Lebensfaden in Entringen aufzubauen.

Meine Arbeitsweise

Für mich ist jede Frau, die ein Kind bekommt, eine Schwangere, in ihrer Besonderheit normal und sicher nicht krank!

Über diesen Grundgedanken legt sich bei mir gleichzeitig immer Achtung, Erstaunen, Ehrfurcht darüber, dass es solche Wunder gibt. Wunder, dass ein Kind gerade heran wächst und ich Frau, Kind und Partner, manchmal auch Geschwister, bei diesem besonderen Prozess des Werdens begleiten darf.

In der Geburt liegt für mich der Höhepunkt dieser Begleitung. Jede  Geburt ist ein sehr sensibler Akt. Ich begleite nur eine Geburt zeitgleich, bin anwesend, wenn Hilfe nötig sein sollte. Darüber hinaus ist genügt es oftmals, zu beobachten, präsent zu sein. Zu sehen, wie Mutter und Kind diesen Weg gehen, um anschließend einen neuen Erdenbürger begrüßen zu können, erfüllt mich immer wieder auf’s Neue mit Demut.

Mein Blick ruht nicht aleine auf dem Wohlbefinden der werdenden Mutter, sondern auch auf den Empfindungen des Kindes, das den Weg ins Leben sucht. Geboren zu werden ist nicht einfach, wenn man sich in die Lage des Kindes versetzt. Um den Übergang von einer vollkommenen Versorgung im Mutterleib zum selbständigen Atmen und Leben zu erleichtern, arbeite ich nach Frédérick Leboyers Methode zur ’sanften Geburt‘.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist der Kontakt zwischen Mutter und Kind. Wenn beide eine Einheit bilden, gemeinsam den Weg der Geburt gehen, anstatt jeden einzelnen Schritt alleine bewältigen zu müssen, kann daraus Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erwachsen und eine sanfte Geburt für Mutter und Kind real werden.

Mit diesem Verständnis gehe ich an meine Arbeit heran und nehme den neuen Erdenbürger mit seiner schon eigenen Persönlichkeit an. Einem Neugeborenen kann ich nur mit Liebe begegnen, das ist es, was es für mich ausstrahlt.

Bei all diesen positiven Einstellungen habe ich jedoch immer ein sorgsames Auge auf alles, was anders als geplant verläuft. Meine Aufgabe ist, zu erkennen, wenn sich Schwierigkeiten anbahnen, dagegen zu wirken und bei Bedarf einen Arzt hinzuzuziehen.

Das Wohl von Mutter und Kind hat bei allen meinen Überlegungen immer Priorität!